Fair-Play, Fairness und Respekt

 

Fair-Play, Fairness und Respekt allen Mitmenschen gegenüber ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Vision und spiegelt wieder die Idee der „Lebensschule“ Fußball wieder.

Die Kinder sollen beides lernen, Gewinnen und Verlieren. Die Anstrengungen zum Sieg sind sehr lobenswert und wichtiger als der Sieg um jeden Preis. Wir Erwachsene müssen den Kindern Respekt vor dem Gegner und den Schiedsrichtern vermitteln, in dem wir ihnen ein freundliches und respektvolles Miteinander vorleben. Nur darüber sprechen und erzählen hilft nicht, wenn wir uns anders verhalten. Niemals sollten Trainer/Betreuer bzw. Eltern und Zuschauer während oder nach dem Spiel die Schiedsrichterleistung kommentieren, egal wie schlecht oder unfair sie war. Ferner sollten weder Trainer/Betreuer noch Eltern/Zuschauer mit den gegnerischen Trainern/Betreuern bzw. Zuschauern/Eltern negative Diskussionen oder Auseinandersetzungen führen.

Das Training und Wettspiel bilden eine Einheit! Also muss von uns Erwachsenen dafür gesorgt werden, dass auch bei Wettspielen gegen andere Vereine ein positives Lernumfeld geschaffen wird, damit sich die Kinder auf ihr Spiel konzentrieren können um sich bestmöglich zu verbessern. Eine leistungsdruckorientierte oder sogar  aggressive Atmosphäre ist in diesem Zusammenhang sehr schädlich für die Kinder und hemmt sie in ihrer ganzheitlichen Ausbildung. Entwicklung braucht Freiheit und dazu gehört auch die Freiheit, Fehler machen zu dürfen ohne dabei ausgelacht oder gar verspottet zu werden.

Dabei ist unbedingt zu beachten, dass die momentane Spielstärke der Kinder und Jugendlichen nicht überbewertet werden sollte. Kinder machen viele Entwicklungsphasen durch. Man spricht im Kinder- und Jugendfußball davon, dass der Entwicklungsstand der einzelnen Spieler bis zu vier Jahre Unterschied zwischen dem biologischen und dem chronologischen Alter aufweisen kann.

Wer sich wann und wie weiter entwickelt ist in diesem Alter überhaupt noch nicht vorherzusehen. Oft machen Kinder völlig unerwartete Entwicklungssprünge, andere fallen ebenso unerwartet zurück. Es ist keineswegs ungewöhnlich dass ein überragender F- oder E-Juniorenspieler im Laufe der Zeit von seinem unscheinbaren Mitspieler überflügelt wird. Daher haben alle Kinder das gleiche Recht zu spielen, auch die, die momentan etwas schwächer sind.

Als Eltern von stärkeren Spielern sollte man immer bedenken, dass sich die jetzige Situation sehr schnell verändern kann und sich das eigene Kind eventuell etwas weniger schnell und gut entwickelt als man glaubt oder es in eine Mannschaft kommt, in der es dann zu den schwächeren Spielern gehört- Eine höhere Spielstärke in diesem Alter begründet keinen Anspruch auf mehr Spielzeit gegenüber einem momentan schwächeren Spieler!

Viele Kinder und Jugendliche gehen im Fußball über die Jahre verloren, weil sie nicht regelmäßig eingesetzt werden. Diese Drop-Outs fehlen den Vereinen dann in den höheren Jugendmannschaften, was unbedingt zu vermeiden ist. In diesem Zusammenhang ist es unsere Aufgabe als Erwachsene, die Chancengleichheit jedes einzelnen Kindes zu bewahren und sich nicht von Momentaufnahmen blenden zu lassen.