Nachdem der Heeßeler SV auch im Topspiel gegen den HSC Hannover weiterhin ungeschlagen bleibt, muss Trainer Pascal Preuß sogar ein wenig auf die Euphorie-Bremse treten: „Der HSC ist uns schon ein Stück voraus.“

Zunächst war sich Pascal Preuß nicht sicher, was er nach dem 1:1 seines Heeßeler SV im Spitzenspiel beim Tabellenführer HSC Hannover fühlen sollte. Waren es zwei verlorene Punkte, weil sein Team eine Vielzahl an Chancen in den ersten 60 Minuten hatte liegen lassen? Oder war es ein gewonnener, weil am Ende der HSC auf das Tempo drückte?

Nach kurzer Überlegung war sich der Heeßeler Coach sicher: „Mit dem Punkt können wir gut leben. Es kriegen nicht viele Mannschaften hin, so beim Spitzenreiter aufzutreten.“ Somit ist der HSV weiterhin ohne Niederlage in dieser Saison und bleibt den Hannoveranern in der Tabelle auf den Fersen.

HSC effektiver als der HSV

Dennoch will Preuß nichts davon wissen, dass es bis zum Saisonende ein Zweikampf zwischen seinen Heeßelern und dem HSC um Platz eins in der Landesliga bleibt. „Der HSC ist uns schon ein Stück voraus“, so Preuß. Denn in Sachen Effektivität haben die Hannoveraner eindrucksvoll eine Lehrstunde erteilt.

„Aus dem Nichts“, so Preuß, kam der HSC durch Deniz Tayar nach einer Ecke zur Führung. Der Abwehrspieler kam vor Mark Wielitzka an den Ball und köpfte ein (27.). Dabei hätten zu diesem Zeitpunkt die Heeßeler schon die Führung verdient gehabt. Besonders über die Flügel waren die Hannoveraner verwundbar.

Immer wieder erspielten sie sich Chancen, trafen dann aber im entscheidenden Moment die falsche Entscheidung. Nahezu jeder durfte sich dabei einmal versuchen. „Bei dem letzten Pass war dann immer ein Fuß, ein Hintern oder ein Huckel im Rasen im Weg“, so Preuß.

Iwan bricht den Bann – HSC vergibt Matchbälle

Doch auch nach dem Rückstand steckten die Gäste nicht auf und erspielten sich weiter Möglichkeiten. Jannis Iwan verwertete ein Zuspiel von Patrick Schuder zum mehr als verdienten Ausgleich. Allerdings ließen kurz darauf die Kräfte bei den Heeßelern nach.

„Das hohe Tempo hatte Spuren hinterlassen“, so der Coach. Der HSC kam folglich immer besser auf und hatte auch Großchancen, um das Spiel zu drehen. Aljoscha Hyde, Adem Lukac und schließlich Niklas Kiene vergaben, Kiene schob zentral vor dem Tor den Ball aus elf Metern vorbei (89.). „Da hatten wir Glück, nicht wieder in Rückstand zu geraten.“ Entsprechend war der Punkt am Ende eine gute Ausbeute, mit der Preuß zufrieden war.

„Heeßel hätte in der ersten Hälfte deutlich führen können, wir hatten in der zweiten Halbzeit Matchbälle“, resümierte HSC-Trainer Martin Polomka die Partie. Insgesamt sah er kein fußballerisches Spektakel. „Es war sehr von Taktik geprägt“.

(Sportbuzzer.de)