Nachdem die 2. in der letzten Saison noch oben mitgemischt hat, war von vornherein klar, dass es diesmal deutlich schwieriger werden würde. Die Abgänge einiger Leistungsträger waren zu verkraften. Christoffer Glaubitz und Christian Lübbers haben den Verein verlassen, Michael Dyballa rückte in die Erste auf und Dirk Braun pausierte aus familiären Gründen.

Immerhin konnte Jürgen Tüxen nach einem Jahr Spielpause wieder reaktiviert werden, und Axel Stolte, primär als Ersatzmann für die Erste vorgesehen, war bereit, die meisten Spiele bei uns mitzumachen. Danke, Axel!

Aus der Dritten wurde mit Robert Daues und Bernd Kaiser Jugend und Erfahrung mit ins Boot geholt.

Nichtsdestotrotz war das klare Saisonziel der Nichabstieg. Denn die Staffel selbst ist im Vergleich zum Vorjahr stärker geworden; einige Teams haben „aufgerüstet“, gerade auch die beiden Aufsteiger.

Dass wir aber mit 2:16 Punkten und der roten Laterne überwintern müssen, hätten wir dann auch nicht gedacht.

Aber zu den genannten Abgängen kamen weitere Nackenschläge. Jürgen Weindling fiel krankheitsbedingt die ganze Vorrunde aus, und Jürgens Tüxens Knie meldete immer wieder Protest an.

Doch auch der Rest des „HSC Lazaretts“ blieb nicht verschont. Gegen den SSV und Arminia zum Beispiel stand die Mannschaft jeweils zwei Tage vor dem Spiel, um dann von Grippewellen und ähnlichem dahingerafft zu werden. Immerhin mussten wir kein Spiel absagen, da auch kurzfristig Ersatz organisiert werden konnte bzw. das Spiel gegen Arminia im letzten Moment noch verlegt werden konnte (viel Arbeit für den neuen Käpt’n!).

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die vielen Ersatzspieler aus der Dritten und Vierten, allen voran Lev Pak, der als Stammspieler der Dritten zusätzlich sieben Spiele bei uns bestritt. Einmal bedeutete das für ihn eine echte englische Woche, vier Spiele an fünf Tagen!

Zum Verletzungspech kam aber auch noch eine generelle Formkrise. Kein Stammspieler konnte an seine gewohnte Form anknüpfen. Alle verloren mehr oder weniger „QTTR“-Punkte. Am meisten Pech hatte Ralf Scheipers, letzes Jahr noch Top-Scorer der Mannschaft; er verlor viele Matches erst denkbar knapp im fünften Satz.

Einziger Lichtblick: Der 9:7 Erfolg im verlegten Spiel gegen Arminia. An diesem Tag passte auf einmal Alles! Es folgte aber die Ernüchterung in den beiden letzten Spielen gegen Resse und Bothfeld, die zwar auch wieder mit Ersatz, aber dennoch etwas unnötig verloren gingen.

Aber: Aufgeben gilt nicht, noch ist nichts verloren! Zumindest der Relegationsplatz ist noch in Reichweite. Gegen die meisten der direkten Konkurrenten spielen wir zu Hause, und die „Versehrten“ konnten sich hoffentlich in der Winterpause erholen. Und andere Ausreden wie z.B. die neuen Bälle werden nicht mehr akzeptiert 😉

Aus verständlichen Gründen (die pure Scham) verzichten wir auf die Nennung der Einzelbilanzen sowie auf ein Mannschaftsfoto, holen dies aber nach gelungener Aufholjagd im Sommer nach 😉

Bernd Kaiser