Mit viel Einsatz hat unser ehemalige Vorstand Hans-Jürgen Bahr, eine Chronik zum 100. Geburtstag des HSCs im Jahre 1993 mit Hilfe von Festschriften und Aufzeichnungen weiterer Mitglieder zusammengetragen. In den folgenden Jahren hat er diese weitergeführt und so sind die folgenden Chroniken entstanden, die die rund 130 Jahre des HSCs genauer beleuchten.

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1993

Es war das Jahr 1993 und die Vorbereitungen für die Jubiläumsfeiern anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Vereins waren kurz vor ihrem Abschluss. Da der HSC, wie im ersten Teil der Chronik ausgeführt, aus dem Zusammenschluss mehrerer Vereine entstand, war ein konkreter Tag für eine Gründungsfeier auch in der Vergangenheit nicht festgelegt worden. Gute Tradition war es, die so genannten Stiftungsfeste über Jahrzehnte im Oktober durchzuführen. So war auch die Festveranstaltung zu Ehren des hundertjährigen Bestehens des HSC auf den 16.Oktober 1993 terminiert worden. Eine Woche vorher, am 9.Oktober sollte der Kommers, eine Feierstunde für verdiente Mitglieder, Vertreter befreundeter Vereine, von Verbänden, aber auch von Wirtschaft und Politik, im Clubhaus stattfinden.

Wie ein Blitz schlug bei den Verantwortlichen wenige Tage vor dem Kommers die Nachricht ein, dass es im Clubhaus gebrannt hatte. Zum Glück wurden keine Personen verletzt und der Brandschaden selbst hielt sich in Grenzen und war versichert. Aber der Raum war völlig verrußt und damit vorläufig unbrauchbar geworden. Wo sollte nun der Kommers stattfinden? Profis eines Sanierungsunternehmens beseitigten grob die Brand- und Wasserschäden, wechselten verkohlte Deckenplatten aus, aber für die Reinigung und die weiteren Feinarbeiten lief die Zeit davon. In einer Ad-Hoc-Aktion renovierten Vereinsmitglieder mit ihren Angehörigen, angeführt vom Vorstand, die Clubgaststätte. Aus Ecken und Winkeln wurde noch Ruß entfernt, Fotos und Bilder gereinigt und wieder aufgehängt, Lampen geputzt, alles Arbeiten, die die Profis nicht oder nur unzulänglich ausgeführt hatten. Ingeburg Rack, als Schriftführerin im Vorstand, hatte von einer italienischen Ausstellung riesige Bahnen von grünem, weißem und rotem Dekostoff besorgt und gestaltete damit die Stirnseite des Saales. Mit drei großen Buchstaben – HSC – schuf sie eine überdimensionale Vereinsfahne, um den Raum optisch aufzuwerten. Nicht vergessen ist das Bild, als Erich Thomas, damals Kassierer in der Jugendabteilung, bei Dunkelheit zu guter Letzt noch die Fenster polierte. Jetzt erinnerte nur noch der hartnäckige Brandgeruch an die im wahrsten Sinne brenzliche Situation.

Am nächsten Morgen war es so weit:

Der 1. Vorsitzende des HSC, Hans-Jürgen Bahr, durfte sich über zahlreiche Glückwünsche und Geschenke freuen, am meisten jedoch über den Auftritt des Doppelquartetts des TuS Vahrenwald. Acht gestandene Männer sangen Stücke von Klassik bis Pop.

Bürgermeister Dr. Scheel überbrachte die Grüße des sich in Australien aufhaltenden Oberbürgermeisters Schmalstieg und kündigte die Überreichung eines Geldgeschenks anlässlich des Jubiläumsballs an. „Ein Onkel, der Geld schenkt, ist allemal beliebter als ein Klavier spielende Tante“, schloss Dr. Scheel seine launige Ansprache.

Der Vorsitzende des HSC bedankte sich bei den Gratulanten und versäumte es nicht in einem kämpferischen Teil seiner Rede den geplanten Verkauf des A-Platzes durch die Stadt Hannover vehement abzulehnen: „Es ist nicht zu akzeptieren, dass uns aus finanziellen Erwägungen ein Sportplatz genommen wird, der vor Jahrzehnten mit Hilfe von Vereinsmitgliedern aufgebaut worden war. Wir sehen unser sportliches und soziales Engagement – insbesondere im Jugendbereich – stark gefährdet!“

Mit langanhaltendem Applaus unterstützten die Anwesenden die Haltung des Vereins.

Mit einem Imbiss und einem weiteren Auftritt der Sänger wurde ein gelungener Kommers abgerundet. Aber wir wollen den Ablauf des Jubiläumsjahres nicht von hinten aufzäumen, denn den ganzen Sommer über hatte es bereits Veranstaltungen gegeben. Einige sollen stellvertretend genannt werden:

So veranstaltete die Tischtennissparte Anfang Mai ein Mammutturnier über fünf Tage.

Die Gymnastikabteilung feierte am 7.  August auf dem Gelände der Brüder-Grimm-Schule ein großes Kinderfest. Viele Stationen mit Sackhüpfen, Dosenwerfen, Rollbrettern, Riesenwurst, Buttonmaschine und eine Schminkecke waren aufgebaut. Natürlich gab es auch zu Essen, zu Naschen und zu Trinken.

Den Hanno-Cup richteten die Pétanque-Mitglieder auf unserem Tennenplatz aus und trafen damit voll ins Herz der „Kugelartisten“.

Die Tennis-Abteilung hatte für ein Turnier am 4.September Spielerinnen und Spieler von Borussia Hannover eingeladen. Anschließend feierte die Tennissparte im Clubhaus.

Die Altherren-Fußballer organisierten unter der Leitung von Achim Dix den Super-Cup 1993. Hier sein Bericht:

An Achim kam keiner vorbei!

Der 6.Altherren-Super-Cup, wie die inoffizielle Niedersachsenmeisterschaft im Fußball auch genannt wurde, fand im Juni auf der Anlage des HSC statt.

16 Mannschaften hatten sich für dieses landesweit attraktive Turnier qualifiziert. Und der Anspruch der meisten Teams war sicherlich die Meisterschaft oder mindestens ein Platz unter den besten Vier. So reisten – ganz professionell – fast alle Spieler schon am Freitag an und übernachteten im Hotel. Die für den Erfolg der Teams nicht unwichtigen Fans stießen dann am Turniertag hinzu.

Das ganz Spezielle und Reizvolle war der Modus dieses Turniers: Alle 24 Spiele der Vorrunde sowie die 8 Spiele der Zwischenrunde und das Endspiel fanden an einem Tag statt. Die Spieldauer betrug jeweils 2 x 12 Minuten. Nur im Endspiel waren insgesamt 30 Minuten Zeit, den Sieg zu erringen.

Oberbürgermeister Herbert Schmalsieg sowie NFV-Kreisvorsitzender Horst Bunge hatten Grußwörter geschickt. Nach der Begrüßung der Mannschaften und der fast 1000 Fans durch den Vorsitzenden des HSC, Hans-Jürgen Bahr, begannen die Spiele der Vorrunde zeitgleich um 10 Uhr. Und schon hier kam es zu „hochkarätigen“ Duellen, wie zum Beispiel BV Cloppenburg gegen SV Alfeld oder auch Sparta Werlte gegen TV-Deutsche Eiche Hotteln. Intime Kenner des Fußballs überkommt da unwillkürlich ein nostalgischer Schauer.

Der HSC war vom ersten Spiel an „hellwach“ und begann das Turnier mit einem deutlichen 3:0 gegen den TVE Veltenhof, einem Braunschweiger Verein, bei dem einige ehemalige Profispieler untergekommen waren. Zwei Unentschieden gegen SV Hoogstede und TuS Neetze reichten dann zum klaren Gruppensieg.

Nach den bisherigen Erfolgen im Altherren-Super-Cup (einmal Siebter, zwei Mal Dritter und ein Turniersieg zwei Jahre zuvor) war der HSC in Niedersachsen eine „Marke“ und landesweit bekannt für modernen und dynamischen Fußball. Und so meinte man hier und da im Umfeld der Gastmannschaften auch gehört zu haben, dass Ausrichtung und gleichzeitiger Gewinn eines Turniers nicht so recht passen würden. Oder war es nur die große Sorge der anderen Teilnehmer, dass der HSC auf seinem eigenen Gelände als unschlagbar erschien?

Bis heute ist ungeklärt, ob dieser Gedanke ursächlich für die zwei Niederlagen in der Zwischenrunde war, ob die Spieler des HSC unter zu großem psychischem Druck standen. Kann im Nachhinein ein Turniersieger ein guter Gastgeben gewesen sein? Oder war es doch einfach nur so, dass der jeweilige Gegner besser war? Fakt jedoch: Man verlor gegen TSV Helmstedt und die SV Wietmarschen, einem wohl sehr bekannten Ort (nur im Emsland?) wenige Kilometer nördlich von Nordhorn gelegen.

Im Endspiel trafen zwei für Insider renommierte Mannschaften aufeinander. Nach einem torlosen Spielverlauf wurde der Turniersieger TSV Achim im Elfmeterschießen ermittelt, das er gegen die SV Wietmarschen mit 5:3 gewann.

Und schließlich noch ein Muss für Altherren-Fußballer: Das Zusammensetzen der Spieler danach und der Austausch von sportlichen „Erkenntnissen“ einschließlich sehr unterschiedlicher Spielanalysen in trinkfester Runde! Im offiziellen Teil des Abends wurden der erfolgreichste Torschütze, der beste Torhüter und ein von einer Jury auserwählter Spieler mit dem Fairnesspreis ausgezeichnet: Die Preisgelder für die Mannschaften orientierten sich an der jeweiligen Platzierung und betrugen insgesamt 5000 DM. Diese Veranstaltung wurde vom HSC geplant und äußerst erfolgreich durchgeführt. Sie fand am 5.Juni 1993 aus Anlass des 100. Geburtstags unseres Vereins statt.

HSC Hannover : SC Freiburg

Ein weiterer sportlicher Höhepunkt war sicherlich ein Spiel unserer 1. Fußballmannschaft gegen den SC Freiburg mit Volker Finke als Trainer. Das Team war in die Bundesliga aufgestiegen und kam auf der Rückfahrt von einem Trainingslager an der Nordsee in Hannover vorbei. Trainer Finke, der früher selbst einmal für den HSC gespielt hatte, sah es als eine Selbstverständlichkeit an, im Jubiläumsjahr bei uns anzutreten. Für die Mannschaft des HSC war es ein tolles Erlebnis gegen eine Profi-Truppe spielen zu dürfen. Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Match, in dem die Amateure durchaus eine gute Figur abgaben. Aber die meiste Kondition brauchten die Freiburger dann doch nach dem Spiel beim Schreiben der Autogramme.

… und die Handballer gegen Mexico

Auch die Handballer hatten prominenten Jubiläumsbesuch: Unsere Handball-Oberliga-Mannschaft spielte gegen Mexikos Nationalmannschaft, die sich auf einer Europa-Tournee befand.

Hannovers Zuschauer boten nicht nur niedersächsische Blasmusik, sondern übten sich auch in mittelamerikanische Rhythmen. Die gute Stimmung reichte bis in den Abend, als Spieler und Fans nach dem Spiel im Clubhaus des HSC bei Bier und Gegrilltem feierten.

Jubiläumsball

Der Jubiläumsball am 16.Oktober 1993 wurde ein unvergesslicher Abend mit einer Live-Band, der Travestie-Show „Bonnet Rouge“ und einem Auftritt einer Samba-Schule aus Brasilien. Die beiden letztgenannten Attraktionen waren Geschenke von Vereinsmitgliedern, die ungenannt bleiben wollten. Die Organisatoren waren von der Teilnehmerzahl begeistert. Nach einem eher schleppenden Vorverkauf wurde die Abendkasse regelrecht gestürmt. Schnell musste mit Stehtischen improvisiert werden und es entstand teilweise eine „gemütliche Enge“. Rund 450 Teilnehmer feierten bis zum frühen Morgen.

Der Oberbürgermeister löste das Versprechen seines Stellvertreters ein und überreichte dem 1. Vorsitzenden einen Scheck für die Sportförderung im Jugendbereich.

Herbert Schmalstieg ließ sich von der guten Stimmung anstecken und blieb länger als vorgesehen, zumal seine Frau sich aus einer Runde von Gymnastik-Freundinnen gar nicht trennen mochte.

Bei einer Abschlussbesprechung waren sich alle Organisatoren der einzelnen Veranstaltungen in der Beurteilung einig: Es war ein großartiges Jubiläumsjahr, aber diesen Stress brauchten wir nicht so bald wieder.

1994-1995

Im Jahr 1994 bereitete der 1. Vorsitzende seine Amtsübergabe vor. Im Februar 1995 wollte er sich nicht wieder zur Wahl stellen. Wolfgang Tickwe, ein junger Rechtsanwalt, stand bereit und hatte als 2. Vorsitzender schon Erfahrungen gesammelt. Er wollte dem Verein neue Impulse geben. Am 14. Februar 1995 war es so weit. Hans-Jürgen Bahr zog auf der Jahreshauptversammlung eine Bilanz seiner Amtszeit. Er hob hervor, welche Erfolge der Vorstand in den Jahren 1987 bis 1995 gehabt hatte und was bewegt wurde. Er zählte aber auch auf, was in dieser Zeit nicht geschafft wurde.

Stehend applaudierte die Versammlung dem scheidenden Vorsitzenden und wählte anschließend Tickwe zum Nachfolger.

Im aktiven Sport melden die Handballer eine erfolgreiche Saison 1993/94.  Die 1. Damenmannschaft wurde Vizemeister und qualifizierte sich für die Aufstiegsspiele zur Oberliga. Außerdem wurden im Jugendbereich einige Staffelmeisterschaften gewonnen. Da wollten die 1. Herren nicht nachstehen und erreichten in der Oberliga ebenfalls den 2. Platz und damit die Aufstiegsrunde zur Regionalliga. Nach spannenden Spielen wurde der Aufstieg der Damen und Herren aber leider verpasst.

Am 24.02.1995 verstarb Ewald Borgmann im 91. Lebensjahr. Sein Leben und sein Schaffen im HSC ist im ersten Teil der Chronik (1893 bis 1993) ausführlich gewürdigt worden.

So bleibt dem Chronisten lediglich die Feststellung, dass der Verein einen großen Mann, einen Mentor und Mäzen, die prägende Person der Wiedergründung des HSCs, verlor.

Im Juni 1995 rief der Vorstand zum Kauf von Bausteinen auf. Hierbei handelte es sich um käuflich zu erwerbenden Zertifikaten in unterschiedlichen Höhen, mit denen dem Verein für drei Jahre ein zinsloses Darlehen zur Verfügung gestellt werden sollte. Bei längerer Laufzeit sollte verzinst werden. Das erlöste Geld wurde zum Umbau der Clubgaststätte benötigt. Die Schiebetüren hatten nun 30 Jahre lang ihren Dienst versehen und waren nicht mehr zu reparieren. Gemeinsam mit einer Sanierung der Sanitärräume musste der Verein eine Summe von 70.000, – DM aufbringen. Der finanzielle Kraftakt gelang, so dass das Clubhaus erneut eine Aufwertung erfuhr.

Und was tat sich im Fußball? Die 1. Herren-Mannschaft spielte in der Verbandsliga, wurde Vierter und gewann den Bezirkspokal. Die Leistungsmannschaft des HSC sollte nun neu ausgerichtet werden. Ex-Profi Frank Hartmann übernahm das Training, unterstützt von Milos Djelmas, mit einem neuen finanziellen Konzept. Das an sich interessante Modell musste nach 10 Monaten beendet werden, da Hartmann das finanzielle Risiko zu hoch wurde und der Verein es verständlicher Weise nicht übernehmen konnte und wollte. Der anfängliche Erfolg mit der Herbstmeisterschaft verpuffte jedoch, nachdem Hartmann zur Winterpause zwei Leistungsträger an Hannover 96 abgab. Ein Zerwürfnis zwischen Hartmann und Djelmas tat ein Übriges zur verpatzten Rückrunde bei. Hartmann beendete sein Engagement im HSC, was ein Spieler aus dem Kreis der 1. Mannschaft im ClubJournal kommentierte. Hier Auszüge aus seinem Artikel:

„Insgesamt gesehen war das Experiment mit bekannten Fußballgrößen zu arbeiten letztendlich ziemlich lehrreich und eine Abwechslung, die so schnell nicht wiederkommen muss. In der Zukunft sollte ein Team mit einer guten Mischung aus jungen und reifen Spielern den HSC auf guten Kurs bringen. Die Voraussetzungen dafür schafft die vorbildliche Jugendarbeit mit dem A-Jugendtrainer Marco Ens an der Spitze.“

Erfolgreich präsentierte sich die Fußball-Jugend. Der HSC besaß 1995 die größte Fußball-Jugendabteilung in Hannover mit 16 gemeldeten Mannschaften. Dass nicht nur Masse vorhanden war, bewies 1996 unter anderem die 1. A-Jugend mit ihrem Aufstieg in die Verbandsjugendliga. Ein Riesenerfolg für die Mannschaft und die Trainer Marco Ens und Siggi Hendl.

Der langjährige Fußball-Jugendleiter Hans-Bodo (Hansi) Lubitz trat aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück und verlegte seinen Wohnsitz ins Fränkische. Hansi war maßgeblich an der steigenden Zahl von jungen Fußballspielern beteiligt, in einer Zeit, in der andere Vereine kaum genügend Jungen für eine Mannschaft zusammen bekamen. Insgesamt konnte Lubitz auf eine sehr erfolgreiche Leitung der großen Abteilung zurückblicken.

Nachfolger wurde Thomas Schnebel.

Peter Fülle, der neue Leiter der Gymnastikabteilung trat sein Amt unter einem schönen Motto an: „Gymnastik – die Abteilung mit Herz für fröhliche Menschen“.

Ja, um das Herz oder besser um viele Herzen kümmerten sich einige Übungsleiterinnen in ihren Koronar-Gruppen. Unter der Aufsicht von Ärzten treiben Herzpatienten noch heute einen ihrem Handicap angemessenen Sport.

30 Jahre bestand nun die Gymnastikabteilung und hatte in der Leitung eine hohe Konstanz: Von 1965 bis April 1979 leitete Willi Schramm, bis April 1985 Hannelore Mundhenke, bis Januar 1991 Ilse Schulz, bis Januar 1995 Gudrun Reiz und Peter Fülle bis 2011, danach Renate Mohrmann die Sparte.

1996

Was brachte das Jahr 1996? Die Vereinszeitung erhielt ein neues Gesicht und den Namen „ClubJournal“.

Für die Umschlaggestaltung galt der Dank Frank Handwerk, Fußballer im HSC, der in seiner Werbeagentur das Layout gestaltete.

Der bisherige Pressewart Rainer Miserre ich verzog beruflich bedingt nach München und fand in Rainer Fabian einen großartigen Nachfolger.

Das Wirtsehepaar Aschenbach investierte in das Mobiliar der Club-Gaststätte, und es konnte nun unter anderem auf „Premiere“ live Bundesliga-Fußball gesehen werden.

Viel Spaß machten die alten Herren:

Die 1. Alte Herren stand nach vier Jahren endlich wieder an der Spitze der Senioren-Kreisliga. Nach zwei 2. und einem 3. Platz in den Vorjahren wurde nun wieder einmal eine Meisterschaft erspielt. Der im Winter erreichte Titel eines Hallenmeisters sei nicht verschwiegen.

Und die Jugend? In der Saison 1995/96 verfügte der HSC erneut über die größte Fußball-Jugendabteilung des niedersächsischen Fußballverbands (NFV). Aber nicht nur die Breite stimmte, denn die 1. A-Jugend wurde mit sechs Punkten Vorsprung Meister in der Bezirksoberliga und stieg in die Verbandsjugendliga auf. Eine weitere Notiz aus der Fußballjugend besagte, dass zu Beginn der Saison 1996 Wolfgang Niggeweg, Trainer der 1.C-Jugend, stellvertretender Fußballjugendleiter wurde. Eigentlich nicht unbedingt ein Ereignis für eine Chronik, aber es sollte ein herausragendes Beispiel für verlässliche und langjährige Vereinsarbeit werden.

10 Jahre Boule-Pétanque im HSC.

Nachdem am 6. Dezember 1985 die Gründungsversammlung stattgefunden und der Spielbetrieb am Ostermontag 1986 aufgenommen wurde, konnte die Sparte auf ein 10-jähriges Bestehen zurückblicken. In dieser in Deutschland noch jungen Sportart waren die HSC-Spielerinnen und –Spieler gleich sehr erfolgreich. So konnten Norddeutsche Meistertitel bei den Herren und niedersächsische Titel bei den Damen erreicht werden. Namentlich sei Wolfgang Giese erwähnt, der am 31. Mai 1987 Deutscher Meister wurde. Boule-Pétanque, eine aufstrebende und erfolgreiche Sparte im HSC – ein Verdienst der Mitglieder, aber besonders des Spartenleiters Wolfgang Heinze.

Gelegentlich wird in dieser Chronik eine Person etwas ausführlicher vorgestellt. Hier sollen Ihnen einige Zeilen Heinrich Hankel näherbringen. Er trat 1962 unserem Verein bei und trug ab dann das grüne Trikot durch viele Länder und vier Kontinente.

Heinrich lief Langstrecke. Früher fuhr er Straßenrennen mit dem Rad, aber bald schlug sein Herz für Marathon- und Langstreckenläufe. Bis ins hohe Alter startete Heinrich zum Beispiel in Tokio, Kairo, Athen und Gent, aber auch in Hamburg, Lehrte und Badenstedt. Wie selbstverständlich lernte unser „Zatopek vom HSC“ auch das Original Emil Zatopek kennen. Das alte Foto beweist es. Er kannte keine Berührungsängste.

Seinen Humor behielt er bis zuletzt. So stellte er 1996 in einem Gespräch fest, dass die von ihm bewältigten Strecken zwar immer kürzer würden, die Zeiten dafür aber immer länger.

Im Juli 1996 verstarb Hans Dix. Als Betreuer, als Spartenleiter Fußball und als 2. Vorsitzender war er eine Institution im Verein. Er sagte klar und deutlich seine Meinung, auch wenn er des Öfteren unbequem war. Hans Dix war ein „Macher“. Er hatte immer Ideen, immer den Verein im Blick. Er scheute auch nicht vor unangenehmen Aufgaben zurück, ja er traute sich etwas zu.

Noch im fortgeschrittenen Alter widmete er sich der seiner Zeit noch „geheimnisvollen“ Anwendung der EDV.  Er war maßgeblich am Aufbau der elektronischen Mitgliederverwaltung beteiligt.

Für ihn war Elvis nicht nur ein Weltstar, sondern auch der Name des Verwaltungsprogramms für Sportvereine.

Natürlich war Hans Dix zur Einführung des Programms zum NTV gefahren; vermutlich als ältester Teilnehmer. Aber das war typisch für ihn, er kannte keine Scheu. Er war ein gestaltender Teil des HSC, eine tragende Stütze.

Horst Bunge wurde 1996 für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit im Verein, im Niedersächsischen Fußballverband und im Stadtsportbund mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Ein weiterer und vermutlich der herausragende Höhepunkt im sportlichen Leben unseres langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden.

1997

Anlässlich der JHV am 25.02.1997 wurde Wolfgang Tickwe als 1. Vorsitzender bestätigt, ebenso der zweite, Harald Lindenmann, Renate Lindenmann als 1. Kassiererin.

Nach 14 Jahren kandidierte Albert Beyer nicht mehr als Technischer Leiter. Er hatte sich um diesen sicherlich undankbaren Posten verdient gemacht und hinterließ eine Lücke, die erst 1999 formell mit Heinrich Hünich geschlossen werden konnte, der schon vorher kommissarisch tätig war.

Ilse Schulz, ehemalige Spartenleiterin Gymnastik, Übungsleiterin, Gründerin der Koronar-Abteilung und Ehrenmitglied des Vereins ging in den „Sportruhestand“.

Eine bewegende Dankesrede hielt Willi Schramm, der selbst 14 Jahre die von ihm gegründete Abteilung geleitet hatte.

Zum Jahresende hatte der Fußballobmann, Detlef Wojtera, seinen Glauben an sportliche Fairness weitgehend verloren. Aus gegebenem Anlass war die Vereinszugehörigkeit der spielberechtigten Fußballer überprüft worden. Es war kaum zu glauben, aber eine nicht geringe Anzahl von Spielern waren keine zahlenden Vereinsmitglieder. Wojtera dazu:

„Aber am Tresen schwadronieren sie über schlechte Rasenplätze, die Unfähigkeit des Vorstands und vieles mehr. Es war schon ein starkes Stück, auf Kosten des Vereins Sport zu treiben, berechtigt oder (öfters) unberechtigt zu kritisieren und das Ganze ohne Beitrag“. Die Reaktion des Abteilungsleiters Fußball war klar: den Spielern wurde die Spielberechtigung entzogen.

1998-1999

In die Fußballsaison 1998/99 startete die 1. Mannschaft mit einem Spielertrainer, dem Ex-Profi Martin Giesel. Er wollte der Mannschaft nach dem Abstieg aus der Niedersachsenliga neuen Schwung geben. Er scheiterte jedoch letztendlich an seinen eigenen Ansprüchen und warf in der Saison 1999/2000 das Handtuch. Mit ihm verließen einige Spieler den Verein, so dass ein kontinuierlicher Wiederaufbau erforderlich wurde.

Eine Begebenheit in der JHV 1999 soll nicht unerwähnt bleiben. Als über anzupassende Beiträge diskutiert wurde, kam aus den Reihen der Ruheständler der Antrag, den „Rentnerbeitrag“ abzuschaffen und schrittweise dem für Erwachsene gleichzusetzen. Es wurde von der Versammlung beschlossen, den ermäßigten Beitrag in drei Jahresschritten anzupassen. Dieses Zeichen der Ruheständler begründete Hermann Ernenputsch mit der Bemerkung: „Den Rentnern ist es noch nie so gut gegangen wie heute“.

In die Tennisabteilung kam Bewegung. Einst war die Sparte als Ergänzung des Sportangebots und „Schmelztiegel“ für Sportler/innen aller Sparten gedacht. In einer außerordentlichen Abteilungsversammlung wurde am 30.09.1998 die Aufnahme des Punktspielbetriebs ab der Saison 1999 beschlossen. Der Vereinsvorstand bestätigte den Beschluss und die Meldung von zwei Herren- und einer Damenmannschaft.

Der HSCer geht nicht nur ins, sondern auch aufs Wasser. Nachdem ein Vereinsmitglied das Handwerk des Segelns erlernt hatte, infizierte er recht schnell weitere Abenteurer, um mit diesen die sieben Meere zu erobern – konkret erst einmal die Ostsee. Da auf der gecharterten Yacht Plätze frei blieben, wurde der Gedanke geboren, weitere Vereinsmitglieder für den Sport zu gewinnen und in einer Sparte zu vereinen. Der entsprechende Antrag an die JHV wurde 1999 gestellt, angenommen und der HSC besaß damit eine Segelsparte. Nicht dass nun eine stolze Yacht auf den Namen „Lady HSC“ o. ä. durch die Wellen pflügte, nein, die Schiffe wurden jeweils für die Törns gechartert, aber mit einer HSC-Fahne dekoriert. „Allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“.

2000-2002

Zur Jahrtausendwende trat der   1. Vorsitzende Wolfgang Tickwe aus persönlichen Gründen zurück. Satzungsgemäß rückte Harald Lindenmann nach und führte erst kommissarisch und dann, von der Jahreshauptversammlung bestätigt, den Verein.

Auch wenn es im Herrenbereich des Fußballs rauf und runter ging, denn das Experiment mit einem Ex-Profi als Trainer war gescheitert, so konnten in der Fußballjugend tolle Erfolge gefeiert werden: Die 1. A- und 1. B-Jugend stiegen in die Niedersachsenliga auf. Ein deutliches Zeichen für eine kontinuierliche, fachlich qualifizierte Jugendarbeit.

In der Jahreshauptversammlung 2001 wurde ein altgedienter HSCer in den Vorstand berufen, Norbert Zahnmesser. Die Versammlung wählte ihn zum 2. Vorsitzenden und so konnte sich Renate Lindenmann wieder auf die Kassengeschäfte konzentrieren. Auf Antrag gab die Versammlung einer „Zukunftskommission“, bestehend aus Achim Dix, Jürgen Ederleh und Hans-Jürgen Bahr, den Auftrag zu prüfen, auf welchem Weg man einen Verein effektiv in eine sichere Zukunft führen kann. Anlässlich der JHV 2002 stellte Dix dann das Ergebnis der Erhebungen und die daraus entwickelten Änderungsempfehlungen vor. Die Kommission hatte Handlungsbedarf im Vorstand, bei der Eigenverantwortung der Spartenleiter und in der Finanzverwaltung festgestellt. Die Umsetzung lag nunmehr in den Händen des amtierenden Vorstands.

Am 26.November 2001 trat Harald Lindenmann als 1. Vorsitzender zurück. Norbert Zahnmesser rückte satzungsgemäß nach. Am 13.01.2002 trat auch Renate Lindenmann als Kassiererin zurück.

Ende des Jahres 2002 sollte der Umbau der Platzanlage beginnen. Zur Freude der Fußballer/innen hatte das Sport- und Bäderamt den Bau eines Kunstrasenplatzes genehmigt. Endlich keine Tenne mehr, sondern ein pflegeleichter und quasi immer zu bespielender Kunstrasen. Aber der Baubeginn verzögerte sich immer wieder. Anfang 2004 war es dann endlich so weit: Große Erdbewegungen läuteten den Umbau ein.

2003-2004

Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 24. Februar 2003 wurde Norbert Zahnmesser als 1. Vorsitzender bestätigt, ebenso wie Wolfgang Niggeweg als zweiter. Aber leider ließ sich erneut kein Kassierer/in Finden, so dass diese Aufgabe wieder bei Wolfgang kommissarisch verblieb. Aber schon bei der nächsten JHV, am 25. Februar 2004 winkte für den engeren Vorstand die Verstärkung: Hartmut Riegel wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt und Wolfgang Niggeweg konnte sich endlich wieder ganz seiner Lieblingsaufgabe widmen, der Vereinskasse.

Doch noch einmal zurück zum Frühjahr 2003. Am 1. Mai waren einmal die Kleinen die Größten. Auf unserem Gelände wurde der 3. Protours-Cup für D-Jugendliche durchgeführt. Die Teilnehmerliste zierten klangvolle Namen wie HSV, Eintracht Braunschweig, Göttingen 05, der SV Brilon, Holstein Kiel und VfB Leipzig. Die beiden letztgenannten trafen im Endspiel aufeinander, nachdem Arminia Bielefeld (3. Platz) und VfB Oldenburg (4. Platz) sich geschlagen geben mussten. Die Leipziger waren die glücklicheren und siegten mit 9:8.

Sehr gelobt wurde die Organisation, die in den Händen von Wolf-Dieter Bode und Frank Kuhlmann lag, dessen Namen wir später noch häufiger lesen werden.

Zwar wurde in der Saison 2003/2004 unsere Altherrenmannschaft Ü32 ungeschlagener Kreismeister und Niedersachsenmeister. Glückwunsch zu der kontinuierlich guten Arbeit in diesem Bereich. Doch soll an dieser Stelle besonders der Mädchen- und Frauenfußball erwähnt werden, der immer mehr an Bedeutung gewann. Dies verdeutlichten nicht nur die steigenden Mitgliederzahlen, sondern insbesondere der Aufstieg der Damen in die Landesliga. Seinen Artikel über die abgelaufene Saison schloss der Spartenleiter Fußball mit dem Dank an alle Mannschaften für ihr vorbildliches Auftreten. Ein großartiges Resümee für eine abgelaufene Saison.

Im Sommer 2004 segelten unsere Seebären bis nach Schottland. In einem Pub erhielten sie die Auskunft, dass sich Nessie erst nach dem sechsten Whiskey zeigt. Sie haben das Ungeheuer nicht gesehen, aber dafür einen Seenotfall überstanden. Nach einem Motorschaden bei absoluter Flaute war das Schiff manövrierunfähig geworden und trieb auf Felsen zu. Die Seenotrettung nahm das Boot auf den Haken und schleppte es in den sicheren Hafen. Erleichterung in den Gesichtern unserer harten Jungs.

Der HSC verlor den A-Platz.  Lange Kämpfe des Vorstands im Bezirksrat und dem Rat der Stadt Hannover liefen letztendlich auf einen Vergleich hinaus: Der HSC verzichtete auf das Gelände des A-Platzes und erhielt im Gegenzug eine total „runderneuerte“ Anlage auf der nördlichen Seite der Constantinstraße. Viele Mitglieder bedauerten den Verlust des grünen Naturstadions auf der anderen Straßenseite und das Kuriosum, dass Mannschaften und Schiedsrichter zum Spiel über eine Straße gehen mussten. Aber andererseits bekam der Verein ein neues Stadion, einen Kunstrasenplatz, einen neuen B- und C-Platz und zum Teil neue Tennisplätze. Auch Umbauten am Clubhaus waren noch „drin“. Letztendlich das Beste, was aus der Situation herauszuholen war, zumal man nicht vergessen darf, dass das Gelände des HSC Eigentum der Stadt Hannover ist.

Gute Altherrenmannschaften waren im Fußball des HSC schon Tradition. In Serie wurden vordere Plätze bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften belegt. Aber der vorläufige Höhepunkt war der Sieg bei der offiziellen Niedersachsenmeisterschaft für Altherrenmannschaften. Im Mai 2004 gewann unsere Elf das Turnier in Barsinghausen durch eine ausgeglichene Mannschaftsleistung. Im Endspiel wurde die Elf des TSV Havelse um den Exprofi Frank Hartmann besiegt. Unter „Wir wollen den Meister sehen“- Gesängen ging das HSC-Team zur Siegerehrung.

Ab 2004 erscheint das Club-Journal aus Kostengründen nach einem Beschluss des erweiterten Vorstands (Abteilungsleiter und Vorstand). nur noch zweimal im Jahr. Mit dieser Regelung konnten 4.000 € pro Jahr eingespart werden.

Am 06.12.2004 verstarb Manfred Kamrath. Über 30 Jahre lang war „Mante“ für die Handballabteilung des HSC tätig, ungezählte Jahre als deren Abteilungsleiter. Er ließ es sich nicht nehmen, trotz seiner Ämter weiter mit seinem Sportsfreund                     Horst Sommerfeld als Schiedsrichtergespann zu pfeifen. Mit Manfred ging ein Urgestein des hannoverschen Handballsports viel zu früh.

2005

Der HSC kann seit Februar 2005 auch im Internet besucht werden. Auf der Homepage des Vereins können nunmehr aktuelle Nachrichten und Termine gelesen werden. Schauen Sie  heute noch nach unter www.hschannover.de.

Die Gymnastiksparte feierte 2005 ihren 40. Geburtstag. Angefangen mit klassischer Gymnastik, wird zwischenzeitlich Gesundheits- und Koronarsport, Kinderturnen, Funktions- und Wirbelsäulengymnastik und Walking angeboten. Pilates, Yoga und Zumba bedienen den Zeitgeist.

Mit Begeisterung weihte die Handballabteilung den Beachplatz ein, den sie sich mit den Volleyballern teilen. Ja, auch Handball wird gelegentlich im Sand gespielt.

Im August 2005 feierte der Verein den „Tag der offenen Tür“ (hieraus entstand das jährlich stattfindende Sommerfest) und freute sich, dass die neue Vereinsanlage bis auf den B- und C-Platz fertig gestellt worden war. Bis auch die beiden letzten Spielfelder genutzt werden konnten, stand vertraglich noch der alte A-Platz zur Verfügung.

Am 11. September 2005 verstarb Rudi Boiko im Alter von 78 Jahren. Er war im Herbst 1968 Mitbegründer der Tischtennissparte. Bis ins hohe Alter hinein spielte Rudi sein geliebtes Tischtennis.  Er war weit über die Grenzen Hannovers hinaus als Spieler und Organisator bekannt.

Im selben Monat hatte der Vorstand zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung geladen, eine im HSC sehr seltene Maßnahme. Grund war eine wirtschaftlich erforderlich gewordene Neugestaltung der Beiträge. In einer Beitrags-Strukturänderung wurden erstmals eine Aufnahmegebühr für den Verwaltungsaufwand und ein Spartenbeitrag für die kostenintensive Fußballsparte eingeführt. Zudem stimmte die Versammlung einer allgemeinen Beitragserhöhung zu. Skeptiker befürchteten eine Austrittswelle, aber diese hielt sich in überschaubaren Grenzen und am Ende des Geschäftsjahres war der HSC sogar um 40 Mitglieder gewachsen

2006

Im Sommer 2006 war die Übergangslösung der Plätze nur noch Geschichte. Die gesamte neue Vereinsanlage konnte von den Sportlern in Besitz genommen werden. Nur am Clubhaus wurde noch gearbeitet. Der Anbau mit vier neuen Kabinen, zwei Duschräumen und zwei Toiletten wurde erstellt. Im Oktober erfolgte dann die offizielle Übergabe des neu gestalteten Vereinsgeländes in einer Feierstunde. Der scheidende Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg ließ es sich nicht nehmen, an seinem vorletzten Arbeitstag das Band zu durchschneiden. Eine lange Phase des Umbruchs im Verein, mit ihren Anfängen Ende 1992, hatte nunmehr einen guten Abschluss gefunden. Es stellte sich als richtig heraus, dass seiner Zeit der Vorstand dem Verkauf des A-Platzes nicht gleich zugestimmt hatte, sondern durch fortdauernde Interventionen Rahmenbedingungen erzielen konnte, die sich heute in einer perfekten Platzanlage und Erweiterung des Clubhauses zeigen.

Wir hatten eine wunderschöne, zusammenhängende Vereinsfläche erhalten, die sich nun ausschließlich auf der nördlichen Seite der Constantinstraße erstreckt. Hierfür dankte der Vorstand Hannovers Stadtverwaltung. Aber es ist Chronistenpflicht auch an diejenigen zu erinnern, die viel Arbeit in den A-Platz gesteckt hatten und denen der Abschied von ihrem „Stadion“ sehr schwergefallen ist.

Fester Bestandteil des Terminkalenders wurde das HSC-Sommerfest, hervorgegangen aus dem Tag der offenen Tür. Am 25.06 2006 gab es ein Fußballturnier der G-Jugend, Schnupperkurse im Tennis, Präsentationen der Gymnastik- und Koronarabteilung, Beachvolleyball, Wettbewerbe im Boule-Pétanque und ein Freiluft-Schachspiel der Brüder-Grimm-Schule.

Außerdem versprach ein Kräftemessen von Spartenabordnungen gegeneinander, auch in den jeweilig anderen Sportarten, viel Spaß.

2007-2008

In der Jahreshauptversammlung am 19. Februar 2007 stellte sich Norbert Zahnmesser nicht wieder zur Wahl. Er äußerte den Wunsch, seiner Gesundheit mehr Beachtung schenken zu können, denn er hatte diese im Rahmen der Umbauarbeiten sowohl der Platzanlage, aber besonders in der Clubhausumgestaltung arg strapaziert. Handwerklich geschickt, hatte er selbst mit Hand angelegt. Norbert Zahnmesser wird in die Vereinsgeschichte eingehen als der Mann, der in seiner jahrzehntelangen Mitgliedschaft im HSC wohl die meisten Ämter innehatte. Er krönte seine Vereinsarbeit mit seiner fünfjährigen Tätigkeit als 1. Vorsitzender. Die Versammlung wählte den bisherigen 2. Vorsitzenden Hartmut Riegel zum neuen Vereinschef.

Die 93. Gilde-Stadtstaffel (die Maschseestaffel der Mädchen und Jungen) fand 2007 am 28. April statt. Warum wird das in dieser Chronik erwähnt? Weil unsere Vereinsjugend wieder einmal sensationell abschnitt. Hinter Eintracht Hannover, einem Verein, der Leichtathletik betreibt, belegten wir in der Mannschaftswertung den zweiten Platz!

Den Vogel schossen dabei die D-Junioren ab, drei Mannschaften des HSC erreichten den Endlauf – und belegten die Plätze 1-3.

Im Sommer des Jahres möchte ich eine Mannschaft ins Rampenlicht rücken, die B-Junioren im Fußball. Schon vorzeitig gewann das Team die Bezirksmeisterschaft, verbunden mit dem Aufstieg in die Niedersachsenliga. Diese Elf war ein eindrucksvoller Beleg für die erstklassige Jugendarbeit im HSC. Schon seit Jahren ist dieser Aufschwung im Jugendleistungsbereich mit dem Namen Frank Kuhlmann verbunden. Er ist der Vater der Erfolge.

Diese Leistung blieb glücklicherweise nicht im Verborgenen. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung startete mit der Fa. Fielmann eine Initiative zur Unterstützung des Jugendfußballs. Zum Auftakt der Sponsorenoffensive wurden fünf Mannschaften aus Vereinen mit besonders erfolgreicher Jugendarbeit in ein Hotel am Maschsee eingeladen. Der HSC war mit seiner U 16Juniorinnenmannschaft vertreten. Für die Spielerinnen ein unvergesslicher Tag. Sie erhielten nicht nur einen Satz Trikots, einen Spielball der Sonderklasse und 20 Trainingsbälle, sondern ein Fotoshooting mit dem leider viel zu früh verstorbenen Kult-Torwart Robert Enke und 20 Karten für ein Heimspiel der 96er.

Der Deutsche Fußball Bund hatte unsere Trainerin der 1.FrauenFußballmannschaft zur DFB-Ehrenamtsträgerin 2007 gewählt. Kerstin Frese, besser bekannt als „Ketti“, wurde für ihre Verdienste um den Frauenfußball ausgezeichnet. Ohne ihren Einsatz hätte es vermutlich nicht diese Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs im HSC gegeben.

Der DFB hatte noch eine zweite gute Nachricht für unseren Verein. Dem HSC wurde im Rahmen der Nachwuchsförderung ein Kleinfeld-Platz gebaut. Außer unserem Verein kamen nur der SC Linden 07 und der Badenstedter SC aus Hannover in diese Maßnahme. Am 23. August 2008 wurde der Platz in Gegenwart von Prominenz aus Sport und Politik eingeweiht.

Doch zurück zur Jahreswende 2007/2008. 

Nach nur zehnmonatiger „Regentschaft“ trat der 1.Vorsitzende, Hartmut Riegel zurück, so dass der bisherige Vize, Frank Kuhlmann aufrückte.

Seine erste „Bewährungsprobe“ bestand er mit einer viel beachteten Ansprache beim erstmals durchgeführten Neujahrsempfang für langjährige und verdiente Mitglieder.

Ein weiterer Höhepunkt dieses Tages war der kenntnisreiche Bildervortrag von Werner Horre. Einige der Anwesenden konnten sich gut an das Gezeigte aus der Vergangenheit erinnern. Anlässlich der Ehrung einiger „Langjähriger“ wurde auch das Mitglied mit der längsten Vereinszugehörigkeit, Heinrich Schnepel, ausgezeichnet.

Als Zehnjähriger wurde er bereits 1930 Mitglied unseres Vereins. Nach dem 2. Weltkrieg gehörte er zu den Handballern der ersten Stunde.

Hannelore Mundhenke, eine der Eingeladenen, langjährige Übungsleiterin und fester „Eckpfeiler“ der Fitness und Gesundheits-Abteilung, nahm die Veranstaltung zum Anlass den nachfolgenden Beitrag für das Club-Journal zu schreiben:

“Treuerabatt”

Rabatte kennen wir aus der Wirtschaft und dem Handel, und die Aktionen gehen uns gelegentlich auf die Nerven. Aber diese Einladung hat mich doch überrascht. Der HSC lud mich zu einer Veranstaltung ins Clubhaus ein, es sollten langjährige Mitglieder geehrt werden. Nach einer informativen, aber auch herzlichen Rede des  1.Vorsitzenden, Frank Kuhlmann, zeigte Werner Horre im Rahmen einer PowerPoint einen großen Strauß alter Fotos aus dem HSC-Leben, trefflich von ihm kommentiert.  Dann die Ehrungen. Es ist fantastisch, dass Mitglieder ihrem HSC 40, 50, 60 Jahre und mehr, Herr Schnepel 78 Jahre, treu geblieben sind.

Danach folgten ein gutes Frühstück und spannende Gespräche nach dem Motto “weißt du noch”? Vielen Dank für diesen großartigen “Treuerabatt”.

Im Verlauf der Jahreshauptversammlung, am 25. Februar 2008, wurde Kuhlmann dann von der Versammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt. Schweren Herzens gab Frank im Sommer seine Trainertätigkeit im Fußballjugendbereich auf, aber so, wie es sich für einen Erfolgs-Junkie gehört, mit der Meisterschaft und dem Aufstieg seiner A-Jugend. Zum 2. Vorsitzenden wählte die Jahreshauptversammlung Wolfgang Niggeweg, der in Personalunion auch weiterhin die Kassengeschäfte führen sollte.

Im weiteren Verlauf zeigte die Vereinsführung ökologischen Weitblick, als sie sich entschloss am e.co-SportProgramm teilzunehmen. Nachdem bereits eigene Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten wie Minderung der Duschkopfleistung, Reduzierung der Duschintervalle und neue Heizkörperthermostate ergriffen wurden, sollte es nun mit professioneller Hilfe weitergehen.

Die auf dem Kabinendach installierte Solarthermieanlage erwärmte an sonnigen Tagen bereits das gesamte Brauchwasser des Vereins.

Doch zurück zum e.co-Programm: Die Landeshauptstadt Hannover hatte das Beratungsprogramm zur energetischen Sportstättensanierung ausgeweitet und kostenfreie Ingenieurberatung angeboten. Hierbei wurden Gebäudedaten zur Erfassung von Einsparpotentialen erhoben. Nach dessen Ergebnis wurde das gesamte Clubhaus saniert: Dämmung an Wänden, Dach und Fassaden wurden erstellt. Nach dem Sanierungsplan sollten in Zukunft ca. 50 Prozent an Heizkosten gespart werden. Die Investitionskosten würden sich durch niedrigen Energieverbrauch amortisieren. Darüber hinaus flossen dem Verein Zuschüsse aus dem Etat der Stadt Hannover, vom Stadtsportbund, dem Klimafonds und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu.

Immer wieder Wolfgang Niggeweg In diesem zweiten Teil der Chronik stößt der Leser häufig auf diesen Namen. Wer ist Wolfgang Niggeweg? Er sagt von sich selbst, dass seine Liebe zum Fußball in einem Missverhältnis zu seinen fußballerischen Fähigkeiten steht.

Wer ihn heute noch als Endfünfziger bei Punktspielen sieht, ist eindeutig anderer Meinung. Und so gab er sein fußballerisches Wissen glücklicher Weise über Jahre an die Fußballjugend weiter. Als man Männer mit Verantwortungsgefühl suchte, fand man Wolfgang und er wurde Jugendleiter Fußball, von 1999 bis 2002 dann Gesamtjugendleiter mit Sitz im Vorstand. Aber dies war nur ein Übergang. Als das Amt eines Kassierers vakant wurde, übernahm er den gelegentlich undankbaren Posten des Schatzmeisters. Dieses Amt übte er seit Anfang 2002 souverän und mit Freude aus. 2008 folgte er dem Ruf des Vorstands und die Jahreshauptversammlung wählte ihn zum 2. Vorsitzenden. Ein Glücksgriff wie sich herausstellte. Darüber hinaus führt er die Geschäftsstelle des Vereins.

Nach der Liebe zum Fußball fand er in den letzten Jahren eine zweite sportliche Herausforderung: das Segeln.

Er schippert, pardon – skippert – unter der HSC-Flagge über die Meere. Ihm verdanken wir viele launige Berichte im Club-Journal überspannende Segeltörns.

Der Altherrenabend (Aus der Erinnerung des Verfassers dieser Chronik)

Wir sangen lautstark: „Oh, Du schöner Paraplui!“ Und Willi Schramm drehte dazu einen aufgespannten Regenschirm mit angehängten Schnapsfläschchen. Aus einem mir nicht mehr bekannten Grund musste dann jemand ein solches Fläschchen leeren. Die Stimmung und die Lautstärke waren entsprechend.

So lange Willi den Abend veranstaltete, durfte außer den Bedienungen nur eine Dame für kurze Zeit daran teilnehmen: Ilse Schulz. Sie begleitete unseren nicht besonders guten, aber inbrünstigen Gesang mit dem Akkordeon.

Ein Ritual war Willis Ruf „Hallo Leute!“ und wir sollten mit „Hallo Willi!“ antworten. Wenn wir ihn ein wenig ärgern wollten, antworteten wir aber auf seinen Ruf mit „Hallo Ilse!“ So wurde aus diesem Scherz ein Running Gag. Willi hatte sich tapfer lächelnd damit abgefunden und veranstaltete den Altherrenabend bis ins hohe Alter.

1994 bat er Hans-Jürgen Bahr, den ehemaligen Vorsitzenden, den Altherrenabend weiter zu führen. Dieser Bitte kam Bahr gern nach und so treffen sich weiterhin jedes Jahr am Freitag nach Bußtag Männer über 32 Jahre im Clubhaus zum spartenübergreifenden Klönen, Essen und Trinken. Wie schon seit Jahrzehnten werden Preise ausgeknobelt und der Sieger erhält außerdem für ein Jahr eine Ehrenkette mit den Namen der bisherigen Gewinner. Eine schöne Tradition, die sich jedes Jahr erneuert und so gar nichts von einem angestaubten Treffen alter Herren hat. Sie sollten sich für den nächsten November einfach einmal anmelden.

Die Gymnastik-Abteilung Die „Abteilung für fröhliche Leute mit Herz“. Wer sich diesen Beinamen gibt, dokumentiert, dass es in dieser Abteilung nicht um Medaillen geht. Nein, in erster Linie um Fitness und Gesundheit, und das ist heute auch der Name der Abteilung.

Im Jahr 1965 gründete Willi Schramm zuerst eine Herren-Abteilung, aber schon bald strebten auch die Damen zur Gymnastik. Auslöser war der Bau einer Turnhalle für die Brüder-Grimm- Schule. Die Gruppe hatte einen Übungsraum, genau gegenüber dem neuen Clubhaus. Der Ansturm war gewaltig, so dass die Abteilung nach zwei Jahren schon 200 Mitglieder zählte. Ein Sportausschuss leitete die Geschicke, dem außer Willi Schramm auch Lotte Volk, Marianne Dix und Max Grieger angehörten.

Einfache Gymnastik war irgendwann nicht mehr genug. Ilse Schulz ließ sich zur Übungsleiterin für Koronarsport ausbilden und stellte 1980 die erste Gruppe Koronarerkrankter zusammen, die unter ihrer Leitung und Aufsicht von Dr. Bogenstätter Sport zur Stabilisierung nach einem Infarkt machte. Ilse Schulz hatte im HSC die erste Koronar-Sportgruppe Hannovers etabliert.

Heute ist die Fitness- und Gesundheits-Abteilung in sechs Turnhallen tätig und stellt die zweitgrößte Abteilung im Verein.

Ein Erfolg für die engagierte Arbeit der Übungsleiter/innen und der Abteilungsführung unter Willi Schramm, Hannelore Mundhenke, Ilse Schulz, Gudrun Reitz, Peter Fülle und Renate Mohrmann, aber auch der Name Lotte Volk sei in diesem Kreis nicht vergessen.

Die Tischtennis-Abteilung Vieles hat im HSC mit Bällen zu tun. Wir lasen von Fuß-, Hand- und Tennisbällen, aber wir haben es auch noch kleiner, den Tischtennisball. Dieser wird seit 1968 über die Platte geschossen, als Rudi Boiko einige interessierte Männer um sich versammelt hatte. Nachdem das Hallenproblem gelöst war, konnten bald Herren- und Damenmannschaften gemeldet werden, danach auch eine mit Junioren. Unter den Spartenleitern Rudi Boiko, Friedel Brunotte, Joachim Schlapmann, Hans Becker, Günter Kinkel und Jens Brummermann entwickelte sich die Abteilung zu einer Konstanten im Verein. Konstanz auch bei der Teilnehmerzahl anlässlich der jährlichen Spartenfête.

Das Clubhaus ist immer am Samstag nach Bußtag fest für die Tischtennis Abteilung gebucht.

Dass Geschenke manchmal auch Ärger bringen können, erlebten wir im Jahr 2008.

Im Sommer hatte uns der DFB, wie ausgeführt, ein Mini-Fußballfeld spendiert, als eine Anerkennung für unsere gute Jugendarbeit. Leider führte der Betrieb des Minifeldes zu einer zusätzlichen Lärmbelästigung für die Anwohner der Brinckmanstraße. Trotz intensiver Bemühungen konnte kein tragfähiger Kompromiss gefunden werden. Letztendlich musste der Betrieb des Feldes eingestellt werden. Eine gut gedachte Aktion des DFB verpuffte leider.

2009-2010

„Die Roten kommen!“, hieß es am 07.07.2009 an der Constantinstraße. Die Bundesliga-Elf von Hannover 96 gab ein Gastspiel beim HSC: sicherlich für unseren Verein das Fußballereignis des Jahres, super Sommerwetter und die Aussicht auf ein Spiel mit den hannoverschen Profis zu sehen. Namen wie Robert Enke, Jiri Stajner, Mike Hanke und Altin Lala, sind nur einige, die in Erinnerung blieben. Das Ergebnis von 0:18 war da nur eine Randnotiz. Die Profis schrieben nach dem Spiel fleißig Autogramme und ließen sich fotografieren. Nach einem gemeinsamen Abendessen im Clubhaus plünderte Altin Lala die Eistruhe und verteilte lachend Nachtisch an alle Anwesenden.

Niemand konnte an diesem Abend ahnen, dass sich Robert Enke, Torwart von Hannover 96, National-Torhüter und ausgesprochener Publikumsliebling im November 2009 das Leben nehmen würde.

Auch der HSC wird Robert Enke als bescheidenen, immer fairen Sportler in Erinnerung behalten.

Exemplarisch für die seit Jahren stattfindenden Sommerfeste sei vom Fest am 1. August 2009 berichtet. Bei strahlendem Sommerwetter war das Turnier der Fußball-Pampersliga nur einer der Höhepunkte. Zahlreiche Eltern, Omis und Opis, Brüder, Schwestern und andere Angehörige säumten die Spielfelder und feuerten die Akteure lautstark an. Schließlich ging es um Pokale der Sparkasse Hannover.

Parallel versuchten sich Interessierte beim Schnupperkurs im Boule-Pétanque und Tennis. Volleyballer/innen baggerten im Sand beim Beach-Cup.

Die Freiwillige Feuerwehr Buchholz brachte Kinder mit dem Einsatz eines C-Rohres zum Staunen, was dazu führte, dass als zweiter Berufswunsch nach Fußballprofi nun auch Feuerwehrmann zur Wahl stand. Natürlich war auch an den Party Charakter eines solchen Tages gedacht worden. Neben Speisen und Getränken sorgten zwei Live-Bands für Stimmung.

Ein Dank an alle Helferinnen und Helfer, insbesondere an unsere Damen der Gymnastik-Abteilung.

Neue Wege in der Jugendarbeit beging die Handballabteilung des HSC seit 2010. Sie kooperiert mit benachbarten Schulen. So konnten in der Käthe-Kollwitz- und der Brüder-Grimm-Schule Handball-AGs ins Leben gerufen werden. Einer der Höhepunkte war der von der Handballabteilung des HSC organisierte Tag des Mädchen-Handballs. Absolutes Highlight aber war der Tag des Handballs in Gemeinschaft mit der Brüder-Grimm-Schule, bei dem an 12 Stationen handballerische Fähigkeiten geübt werden konnten.

Den Abschluss bildete ein Beachhandball-Turnier im „HSC-Sandkasten“.

Für die Initiative „Handball in Schulen“ wurde die Handballabteilung bei der jährlich stattfindenden „Eiswette“ der SPD (ist der Kanal zugefroren oder nicht?) im Januar 2011 mit einem Geldpreis bedacht.

Die Handballer erlebten ein bewegendes Jahrzehnt. Es war für den scheidenden, langjährigen Abteilungsleiter, Mante Kamrath, sicherlich ein schwerer Schritt, als er seine erste Herren Mannschaft nach fünf Jahren in der Oberliga vom Spielbetrieb abmelden musste. Eine Finanzierung des Kaders war nicht möglich. Die Mittel des Vereins waren begrenzt und Sponsoren ließen sich nicht finden.

Aber auch aus diesem Tief kam der Handball gestärkt heraus und spielte bald wieder seine gute Rolle in Hannover und dem Umland.

Erfolge feierten in der Saison 2009/2010 unsere Fußball-Damen. Die 1. Mannschaft erreichte im zweiten Jahr ihrer Zugehörigkeit zur Frauen-Oberliga einen sehr achtbaren 4.Platz, Lohn des ausgezeichneten Trainings durch Kerstin Priebe und Kerstin „Ketti“ Frese.

Die 2. Mannschaft schaffte nach ihrem letztjährigen Aufstieg in die Bezirksliga gleich den Meistertitel und den „Durchmarsch“ in die Bezirksoberliga. Stolz berichtete ein „Insider“, dass neben dem sportlichen Erfolg die begeisternde Spielweise der Damen hervorsticht. Sogar die Gegnerinnen bescheinigten unserer Mannschaft: „Ihr spielt den modernsten und schönsten Fußball in der Liga“. Das fand auch der lokale Fernsehsender H1 und übertrug das Spiel gegen Davenstedt, auch für die Trainer Thorsten und Bastian Schuschel ein großes Kompliment.

2011-2012

„Mit Energie für Klimaschutz und Fitness“ war das Motto der Kids, als sie sowohl mit sportlichen als auch energetischen Inhalten eine Ferienfreizeit erlebten.

Diese Aktion des HSC und des Umweltzentrums Hannover wurde von den Volksbanken und dem Deutschen Olympischen Sportbund begleitet. Der HSC erhielt für sein Engagement den silbernen Stern des Sports und durfte Niedersachsen beim bundesweiten Wettbewerb in Berlin vertreten.

Im Februar 2011 sollte derjenige Verein in Deutschland ermittelt werden, der den besten Beitrag zur Initiative des Bundes-Umweltministeriums und des Deutschen Olympischen Sportbunds in Berlin geleistet hatte. Über 80 Vereine hatten Anregungen zum Klimaschutz im Sportverein eingereicht. Begeistert von der Anzahl, Vielfalt und

Kreativität der Projekte fiel der Jury die Entscheidung nicht leicht. Sie vergab den ersten Preis schließlich an den Hannoverschen Sport-Club von 1893 e.V.

Ein großes Dankeschön an den Initiator, Betreuer und Motor, den Gesamtjugendleiter Dirk Braun.

Nicht zuletzt wegen dieses Engagements erhielt Braun dann im Jahr 2012 den Bürgerpreis.  In der Laudatio des Stadtbezirksrats Vahrenwald-List wurde insbesondere sein Engagement um die Ferienfreizeit „E.co Kids“ hervorgehoben.

Mehrmals hatte Dirk dieses ökologische Jugend-Projekt im HSC durchgeführt und verantwortet.

Keinen Geldpreis, aber Schulterklopfen ernteten einige Segler des HSC im Herbst 2011. Sie hatten wahrlich schon spektakuläre Törns hinter sich, aber im November über die Ostsee nach Kopenhagen? Verrückt, aber was macht man nicht alles, wenn Hannover 96 in der Europa-Liga auswärts in Dänemark spielt? Mit dem Auto oder dem Zug kann jeder anreisen, auch mit dem Flugzeug. Aber mit dem Segelboot?

Die Crew des HSC kann das, auch bei dickem Nebel auf der Hin- und widrigen Winden auf der Rückfahrt.

Im Juli 2012 wurde die neue Geschäftsstelle des HSC bezogen. Endlich konnte die zeitaufwändige Vereinsarbeit in angemessenen Räumen abgewickelt werden.  Aber nicht nur die Mitarbeiter der Geschäftsstelle freuten sich über neue Räume, sondern auch die Sportler über neue Kabinen und Duschräume, denn der weitere Clubhaus-Anbau war fertig gestellt worden.

Pech und Glück liegen oft sehr nah beieinander: unsere 1. Herrenmannschaft im Fußball führten an 21 Spieltagen die Tabelle der Bezirksliga !! an. Zwei Spieltage standen noch aus. Am vorletzten gingen die HSCer nach Führung und überlegener Spielgestaltung als 1:2 Verlierer vom Platz nicht so schlimm, ein Matchball war ja noch vorhanden, das Spiel gegen den schon als Absteiger feststehenden TuS Kleefeld. Leichtes Spiel – weit gefehlt. In einem verkrampft geführten Match sprang nur ein Unentschieden heraus, das lediglich zum zweiten Platz reichte. Dass auch noch eine Ausscheidungsrunde der Ligazweiten nur nach dem Torverhältnis nicht gewonnen wurde, war der absolute Tiefpunkt einer bis kurz vor ihrem Ende gut gelaufenen Saison.

Und was machte die 2.Herrenmannschaft? Ein bunt zusammen gewürfelter Haufen, der beim ersten Training noch nicht einmal Mannschaftsstärke hatte, wurde durch ein hervorragendes Trainerteam zur Überraschungself der Kreisklasse Hannover Stadt. Letztendlich wurde sie Staffelmeister und stieg in die Kreisliga auf.

Das Besondere daran war auch die Tatsache, dass die Mannschaft nicht nur in der Kreisklasse die Fairness Tabelle anführte, sondern auch landesweit einen der vorderen Plätze im Fairplay belegte.

Da mochte die Fußball-Jugend nicht nachstehen: Sieg – Meister – Aufstieg in die Regionalliga hieß es im Sommer 2012. Damit war der Sprung in die zweithöchste Klasse für B-Junioren innerhalb des DFB geschafft. Seit dem dritten Spieltag stand die Mannschaft an der Tabellenspitze und ließ sich nicht mehr verdrängen. Großen Dank auch an das Trainergespann Frank Kittel und Wolfgang Stengel.

Wo Fußballer Erfolge feierten, mochten Handballer nicht nachstehen. Die 1.Herren stiegen in die Landesliga auf, und das in einem ganz besonderen Krimi, denn man musste das letzte Punktspiel möglichst hoch gewinnen, um an dem direkten Konkurrenten Dingelbe vorbei zu kommen. Der HSC dominierte das letzte Spiel in der heimischen Sahlkamp-Halle deutlich mit 44:27 gegen den Garbsener SC.

Gleichzeitig gewann Dingelbe sein Parallelspiel „nur“ 38:30 gegen SV Alfeld. Das reichte nicht! Mit drei Toren Vorsprung gelang dem HSC der Aufstieg – knapper ging es kaum!

2013-2014

2013 machte die 1.Herren im Fußball wieder positive Schlagzeilen. Nach 12 Jahren in der Bezirksliga und sechsjährigem ständigen Aufstiegskampf, wurde endlich das Ziel erreicht, die Landesliga. Der Erfolg ist insbesondere auf die akribische und engagierte Arbeit des Trainers Rainer Behrens, der seit drei Jahren beim HSC das Training leitete, zurückzuführen.

Rainer Behrens als Trainer-Ikone in Hannover zu bezeichnen ist für Fußballer sicherlich nicht übertrieben. Wer ist dieser Mann? Zu allererst war er in jungen Jahren ein herausragender Fußballer.  Als Zweitliga-Spieler absolvierte er 157 Spiele für Arminia Hannover und VfL Wolfsburg. Als Trainer später sieben Jahre bei Arminia und danach bei den Sportfreunde Ricklingen.

Auszeichnungen nimmt man in der Regel gern entgegen. Aber dass unser Verein als derjenige mit der erfolgreichsten Schiedsrichterausbildung 2014 in Kreis und Bezirk ausgezeichnet wurde, ist schon eine besondere Ehre. Ein großes Lob und Anerkennung den Verantwortlichen.

In der Ausgabe vom 29. Juni 2014 wurde unserem 1. Vorsitzenden Frank Kuhlmann in der Zeitschrift „hallo List“ eine ganze Seite gewidmet. Die besondere Stellung des HSC im Stadtteil List war für die Zeitschrift auch Anlass ein Portrait unseres Frank Kuhlmann zu zeichnen.

Nach dem Geheimnis des Erfolgs des Vereins gefragt, verwies Kuhlmann auf die Balance zwischen zahlreichen sportlichen und gesellschaftlichen Angeboten, aber auch ökologischen Verpflichtungen eines so großen Vereins. Der HSC wurde für energetische Sanierungen und für das Engagement im Umwelt- und Klimaschutz mehrfach, auch auf Bundesebene ausgezeichnet. „Zur Attraktivität gehört aber auch eine gepflegte Platzanlage, ausreichende Kabinen und Sanitäranlagen. Was aber dem Vorstand besonders am Herzen liegt, ist die Bewahrung eines Wir-Gefühls im Verein.“ Das sich der Vorstand nicht zufrieden zurücklehnt, beweist eine Studie, die er zur Ermittlung des Erhalts oder – noch besser – der Steigerung der Zufriedenheit der Mitglieder in Auftrag gegeben hatte. Unter vielen interessanten Aspekten war als Fazit hervor zu heben, dass die Mitglieder in der weit überwiegenden Zahl zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Angebot und der Attraktivität ihres Vereins waren. Wie immer war auch für Frank Kuhlmann die Beantwortung der Frage schwierig: „Warum stellen Sie sich als Vereinsvorsitzender zur Verfügung?“ „Ja, seit Ende der 1970er Jahre bin ich in verschiedenen Funktionen für den Verein tätig. Ich bin HSCer durch und durch! Ich wollte und will etwas bewegen. Gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen, den Trainerinnen und Trainern, aber auch vor allem mit den vielen namentlich nicht genannten Helfern möchte ich einen liebenswerten und attraktiven Verein gestalten.“

2015

Unsere Abteilung Fitness und Gesundheit ist immer auf der Höhe der Zeit. Ab Januar 2015 konnten sich Kursteilnehmer, Mitglieder und Nichtmitglieder nach lateinamerikanischen Rhythmen beim Zumba fit machen. Eine tolle Ergänzung unseres Angebots, das ja schon mit Yoga und Pilates neue Wege beschreitet. Wegbereiterin ist in erster Linie die Abteilungsleiterin Renate Mohrmann. Gemeinsam mit ihren Übungsleiterinnen und einem Übungsleiter, dem immer fit auftretenden Peter Fülle, werden stets neue Angebote für Mitglieder, aber auch externe Kursteilnehmer ausgearbeitet. Renate hält die Fäden fest, aber charmant in ihren Händen. Kaum zu zählen sind die Stunden, in denen sie für ihren HSC arbeitet. Entsprechend umfangreich ist das Angebot, sage und schreibe 45 Trainingsangebote in der Woche. Seit 2013 ist auch ein Lauftreff im Programm, der von Eva Friedrich geleitet wird. Man trifft sich dienstags auf dem HSC Gelände, um dann zum Lauf in die Eilenriede oder entlang des Mittellandkanals zu joggen. Je nach individuellen Möglichkeiten wechselt die Länge der Strecke und das Tempo. Eine hohe fachliche Kompetenz zeichnet die Leiterin aus, so kann sie auf zahlreiche Erfolge zurückschauen. Höhepunkt war der Titel der Weltmeisterin über 5000m im australischen Brisbane in der Altersgruppe W50. Aber auch die Marathon-Strecke liegt ihr, denn sie gewann 1989 in der Altersklasse 35 den Bremen Marathon in 2Std.56Min. „Ich habe alles erreicht, was in einer Senioren-Karriere möglich ist“, so die bescheiden gebliebene Läuferin. „Nun gebe ich meine Erfahrungen gern weiter“. Eine weitere Person sollte im Jahr 2015 auch einmal in den Fokus gesetzt werden, der im Verein weitgehend außerhalb des Rampenlichts tätig ist, aber oft der meist geliebte oder meist gehasste Mann im Vorstand ist – der technische Leiter. Der HSC hat das Glück, seit vielen Jahren Gunnar Niggemann in dieser Funktion in seinen Reihen zu haben. Viele Vereine beneiden uns um diesen technisch hoch ausgebildeten Fachmann. „Nebenberuflich“ ist Dipl.-Ing. Gunnar Niggemann als Berufschullehrer tätig. Doch sein Herz gehört dem HSC und der Aufgabe, seinen Verein technisch und energetisch für die Zukunft fit zu machen. Sein Engagement sorgte letztlich für einen mutigen Schritt in die Zukunft: der Vorstand beschloss, „Nägel mit Köpfen“ zu machen und nicht nur einen gewissen Sanierungsstau am Vereinsgebäude zu beseitigen. Die permanent steigenden Energiekosten, die in einem Sportverein einen besonders hohen Kostenfaktor ausmachen, sollten gesenkt werden. Hierzu war eine energetische Sanierung mit kompletter Wärmedämmung des Gebäudes, eine Mauerwerkssanierung und eine zentrale Heizanlage auf neuestem Stand erforderlich. Hinzu kamen eine Solarthermieanlage, eine Regenwassernutzungs- und eine Fotovoltaikanlage. Da die im Keller des Clubhauses vor sich hin staubende Kegelbahn unwirtschaftlich geworden war, riss man diese heraus, um Fitnessräume zu erstellen, die an die VHV vermietet werden konnten. Diese Runderneuerung des Clubhauses wurde schließlich noch mit dem Bau eines Kabinentrakts und einer Geschäftsstelle abgerundet. Der HSC verfügte nun über ein modernisiertes und den Erfordernissen eines so großen Vereins angemessenes Clubhaus. Besonders betont werden sollten die hunderte von freiwillig geleisteten Arbeitsstunden (Eigenanteil) von Vereinsmitgliedern, an erster Stelle sei Gunnar Niggemann gedankt. Höhepunkt der fußballerischen Saison 2015 war sicherlich die Europameisterschaft der gehörlosen weiblichen Fußballmannschaften vom 17. bis 26. Juni, die Euro Deaf, Einige Spiele dieses in Hannover veranstalteten Turniers wurden auf unserer Anlage durchgeführt. Viele Zuschauer freuten sich, einmal internationale Damenmannschaften zu beobachten und anzufeuern. Es spielten Mannschaften aus Russland, Polen, Großbritannien und Deutschland in unserem Stadion. Das Abspielen der jeweiligen Nationalhymnen verlieh der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen. Nach einem Sieg im Halbfinale gegen Polen qualifizierte sich Deutschland für das Endspiel. Leider war dies in der HDI-Arena angesetzt. Russland besiegte die deutschen Damen deutlich mit 6:1. Für den reibungslosen Ablauf sorgten viele freiwillige Helfer/innen des HSC und die hauptamtlichen Kräfte. Am 10.12.2015 verstarb der Begründer und langjährige Leiter der BoulePétanque-Abteilung, Wolfgang Heinze im Alter von nur 62 Jahren nach schwerer Krankheit. Er brachte das südfranzösische Spiel in unseren Verein und verstand es, schon bald eine aktive Gruppe um sich zu sammeln. Von der „letzten Ecke“ auf dem damaligen A-Platz bis zum heutigen „Boule-Dom“ mit Flutlicht und eigener kleiner Hütte, verbesserten sich die Bedingungen für die „Pétanquer“, eine gute Entwicklung der Abteilung in über 20 Jahren. Als Leiter und Ideengeber, nebenbei auch als einer der besten Spieler, immer dabei: Wolfgang Heinze. Aber nicht nur seine Abteilung lag ihm am Herzen, er engagierte sich auch beim Sommerfest und anderen Veranstaltungen, er war einfach da! Wir vermissen ihn.

2016

Beitragserhöhungen sind von Zeit zu Zeit eine nicht immer gern gesehene Notwendigkeit. Für die Jahreshauptversammlung des HSC am 22.02.2016 hatte der Vorstand einen Antrag auf Erhöhung der Beiträge ausgearbeitet. In vielen vorangegangenen Sitzungen waren Höhe und soziale Verträglichkeit diskutiert worden. Die JHV stieß auf eine außerordentliche Resonanz, 161 Mitglieder waren erschienen. Nach ausführlichen und teilweise emotionalen Diskussionsbeiträgen wurde der Antrag des Vorstands abgelehnt. Da an diesem Abend ein tragfähiger Kompromiss nicht gefunden wurde, musste zu dem Tagesordnungspunkt „Antrag auf Erhöhung der Mitgliedsbeiträge“ eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden. 24 Im Rahmen eines Workshops einigte sich ein Kreis aus Vorstand, Abteilungsleiter/innen und langjährigen Mitgliedern auf einen Vorschlag, der aus dem des Vorstands und zweier Alternativvorschläge aus der JHV nach einigen „umkämpften“ Überarbeitungen entstand. Diesem Antrag auf Beitragserhöhung wurde dann in der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Mai 2016 zugestimmt. Auch an diesem Abend war das Clubhaus mit 136 Mitgliedern sehr gut besucht. In der JHV vom Februar 2016 wurde die Idee eines HSC-Solidaritätsfonds vorgestellt. Aus diesem Fonds sollen Personen bezuschusst werden, die aufgrund ihrer (momentanen) wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht die Kosten für eine Team-Freizeit oder Ähnliches aufbringen können. Dieser Gedanke, dass niemand aufgrund seiner finanziellen Lage eine Fahrt seiner Mannschaft absagen muss, war schon Anlass zum „HansDix-Fonds, dessen Mittel nach fast 20 Jahren erschöpft waren. Der „HSC-Solidaritätsfonds“ wird von drei Mitgliedern des HSC geführt, die über die Vergabe von Mitteln entscheiden. Endlich war es so weit – die Fußballherren hatten den Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen geschafft! Mit 70 Punkten und 90:31 Toren wurde unsere Mannschaft ganz souverän Bezirksmeister 2016 und damit Aufsteiger in die Oberliga. Allein an 25 von 30 Spieltagen führte der HSC die Tabelle an. Ein großes Kompliment an die Mannschaft und an die Trainer Rainer Behrends und Frank Kittel. Aber nicht nur die Fußballer standen im Focus, sondern auch ein Schiedsrichter: Robert Schröder. Schon seit der Saison 2010/2011 leitete der damals 25-Jährige Spiele der Regionalliga. Zwischenzeitlich ist er schon in der 2. Liga unterwegs und auf dem Sprung in die 1.Bundesliga. Der HSC ist stolz, dass aus seiner Ausbildung und Betreuung ein solches Ausnahmetalent hervorgegangen ist. Grundstein für die kontinuierliche Entwicklung hatte schon vor Jahren Thorsten Schuschel gelegt, dessen Sohn Bastian auch bereits in der Bezirksoberliga pfeift. Hohen Besuch bekamen die Handball-Minis des HSC im Vorfeld der Europameisterschaft der Herren. Bundestrainer Gudjon Sigurdsson schaute sich in Hannover nach einem adäquaten Trainingspartner um und fand in der Sahlkamp-Halle die Minis des HSC. Gut, zu einem richtig intensiven Trainingsspiel kam es nicht, aber die Nationalspieler posierten zum Abschluss mit den Minis zu einem einmaligen Foto. Die Kids freuten sich riesig, ihre Vorbilder einmal aus der Nähe zu erleben. Und wie wir wissen, hat sich die Vorbereitung mit den Minis für unsere Nationalmannschaft gelohnt, sie wurden Europameister.

2017

Einigen Mitgliedern der Segel Abteilung wurden die Nord-und Ostsee zu klein. Wo ist viel Wasser, stetiger Wind und Sonne? Rund um die Kapverdischen Inseln. Und dorthin zog es eine Crew unseres Vereins. Mit dabei der Zweite Vorsitzende des HSC, Wolfgang Niggeweg, der einen wirklich lesenswerten Reisebericht über 25 diesen Turn geschrieben hat. Nachzulesen auf unserer Internetseite unter Club-Journal 2/2017. Kurz vor der für den 23.02.2017 angesetzten Jahreshauptversammlung ereilte den Verein die Nachricht vom Tod seines Ehren-Vorsitzenden. Am 18.Februar verstarb Horst Bunge in seinem 86.Lebensjahr. Bunge war schon als Jugendlicher in unserem Verein als Fußballer aktiv. Nach dem 2. Weltkrieg brachte er sich bald in den damals von Ewald Borgmann geführten Verein als Mitglied des Vorstands ein. Als Schriftführer, Pressewart und 2. Vorsitzender erwarb Bunge die Erfahrung um dann selbst 1978 den Vorsitz zu übernehmen. Nach zehn Jahren im Amt übergab er die Verantwortung in jüngere Hände, aber ohne sich selbst zur Ruhe zu setzen. Noch viele Jahre war er im StadtSportbund und im Fußballkreis Hannover führend tätig. Seine Lebensleistung im sportlichen Ehrenamt wurde mit etlichen Auszeichnungen belohnt, die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes war dabei der absolute Höhepunkt. Am 2. März wurde Horst Bunge in einer bewegenden Trauerfeier auf dem Stadtfriedhof Stöcken beigesetzt. Völlig unspektakulär verlief die Jahreshauptversammlung am 23.02.2017, bei der der amtierende Vorstand einstimmig wiedergewählt wurde. Nur 59 stimmberechtigte Mitglieder waren der Einladung gefolgt. Erfreut konnte die Versammlung unseren neuen Club-Wirt Sharam Hemati mit seinem Team begrüßen. Teile der versprochenen Renovierung der Club Gaststätte war schon erfolgt, weitere „Verschönerungen“ waren in Planung und zwischenzeitlich auch abgeschlossen. Der Verein hatte mit umfangreichen technischen Erneuerungen und dem Verlegen eines neuen Fußbodens einen großen Anteil an der Aufwertung. Die Handball-Abteilung rief in Zusammenarbeit mit dem TuS Bothfeld ein Projekt „Handball kennt kein Handicap“ ins Leben. Kids mit und ohne Beeinträchtigung erlernen gemeinsam das Handballspiel. Zwischenzeitlich erfreut sich diese Bewegung großer Beachtung und Wertschätzung. Die Initiative wurde jüngst mit einem Stern des Sports ausgezeichnet. Es wird noch auf den Mitgliederschwund im Verein einzugehen sein, eine der Ausnahmen ist die Handballabteilung, die schon seit Jahren konstant gut 300 Mitglieder hat. Ein Kompliment an den Spartenleiter Andreas Multhaupt und sein „innerstes“ Team. Über zwanzig Mannschaften sind in seiner Abteilung aktiv. Nicht nur auf die Leistungsmannschaften ist er stolz, sondern vor 26 allem auf seine Minis. Als große Unterstützung hat sich der Förderverein der Handballer erwiesen. Insbesondere wird in einheitliche Sportkleidung investiert. Am 2.Juli kamen die „Roten“, der Wieder-Aufsteiger in die Bundesliga, erneut zum HSC. Rechtzeitig, eine Stunde vor Spielbeginn riss der regenverhangene Himmel auf, und die Sonne begrüßte ca. 1.600 Zuschauer. In einem temporeichen Spiel gewannen die Profis standesgemäß mit 10:0. In der Halbzeit wurde der HSC-Trainer Rainer Behrends mit „warmen Worten“, Blumen und starkem Applaus verabschiedet. Nach siebeneinhalb sehr erfolgreichen Jahren, mit zweimaligem Aufstieg, wollte er ein wenig kürzertreten. Pressewart Norbert Jungclaus schrieb: „wir verlieren nicht nur einen höchst kompetenten Fachmann und Menschenfänger, sondern auch eine äußerst angenehme, positive Persönlichkeit – immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Zahlreiche Helfer machten diesen Fußball-Tag zu einem echten Erlebnis. Ein großes Dankeschön an sie alle, aber auch an unseren Gast Hannover 96, verbunden mit den besten Wünschen für die Bundesliga-Saison 2017/2018. Einem gebührt jedoch eine spezielle Anerkennung, unserem 1. Vorsitzenden, Frank Kuhlmann, der für die Organisation und die Durchführung dieser Spitzenspiele gegen 96 unglaublich viele Stunden und Nerven investiert. Immer wieder trifft man in der Chronik eines so alten Vereins wie es unser HSC ist, auf etwas Besonderes. So widmete Wolfgang Niggeweg einem Mitspieler in seiner Fußballmannschaft 2. Ü40 einige Zeilen im Club-Journal 2/2017. Warum das? Sein Mannschaftskamerad Klaus Müller war 80 Jahre alt geworden. Erst mit Ablauf der Saison 2014/15 beendete Klaus seine aktive Laufbahn, um noch heute regelmäßig zum Training zu erscheinen. Chapeau! Ein wichtiges Thema war auch in den Jahren 2016/17 der schon erwähnte Mitgliederrückgang. Der Auslöser war die wirtschaftlich absolut notwendige Beitragserhöhung in 2016. Sie veranlasste weit über 200 Mitglieder zu kündigen. Sicherlich waren auch viele dabei, die eine schon länger geplante Kündigung, da man das Sportangebot sowieso nicht mehr wahrnahm, nun in die Tat umzusetzen. So sank die Mitgliederzahl von 1788 im Jahr 2015 auf 1495 im Jahr 2018. Der Schwund ging durch alle Abteilungen, außer Handball und Schwimmen, die ihre Mitgliederzahlen stabil halten konnten. Die Tennisabteilung hatte unter den Kündigungen stark zu leiden. Etliche Mitglieder, die schon länger nicht mehr aktiv waren, beendeten ihre „schlummernde Mitgliedschaft“. Doch dieser Schrumpfungsprozess hatte einen positiven Effekt. Die Bemühungen um neue Mitglieder und die Attraktivität der Abteilung wurden extrem verstärkt. War Tennis Ende der Siebziger ein Schmelztiegel der anderen Abteilungen mit dem Ziel, dass alle Mitglieder des Vereins sich hier treffen und spielen konnten. Ein Ausschuss leitete die zu der Zeit über 300 Mitglieder zählende Abteilung mit gemeinsamer Hand. 27 Gesellschaftliches Leben wurde großgeschrieben. Als 1999 der Punktspielbetrieb aufgenommen wurde, stieß dieses nicht auf ungeteilte Zustimmung. Aber die in Mannschaften aktiven Spieler/innen waren begeistert dabei. Besonders die Senioren machten Furore, als Beispiel sei die älteste Truppe um Dieter Kühl genannt. In ihrer Altersklasse dominierten sie über Jahre die Ligen. Der aktuelle Abteilungsleiter Frank Bätje spricht von 90 Prozent aktiven Mitgliedern und einer besonders regen Jugendarbeit. …und alle fassen mit an… In der Mitgliederzahl des Gesamtvereins ist ein Trend zum Positiven zu erkennen. Die Talsohle scheint durchschritten zu sein, auch dank der Bemühungen in den einzelnen Sparten. Der HSC setzt weiterhin auf Qualität und wird damit auch erfolgreich bleiben. Ein Beispiel? Die Bereichsleiterin für Juniorinnen und Frauenfußball, Simone Wehner, nahm am DFB Leadership-Programm mit insgesamt 24 Teilnehmerinnen aus allen Landes-verbänden des Bundesgebiets erfolgreich teil. Als alleinige Vertreterin des NFV absolvierte sie das einjährige Programm mit drei mehrtägigen Modulen und ist jetzt auch in der Frauenförderung innerhalb des NFV tätig. Als Staffelleiterin ist sie nunmehr im Verbandsausschuss für Juniorinnen- und Frauenfußball zuständig. Simone Wehner ist ein Vorbild für das Engagement von Frauen im Ehrenamt und Teil der angesprochenen Qualität im HSC. Wenn in den vorhergehenden Zeilen einige Damen und Herren mit Namen genannt wurden, möchte ich auch einen erwähnen, der für absolute Kontinuität steht, Jens Brummermann. 28 Seit 25 Jahren leitet der 51-Jährige die Tischtennis-Abteilung. Und das mit sehr viel Geschick und „Händchen“. Gern gehört sind seine Berichte anlässlich der Jahreshauptversammlungen. Kurz, charmant und sehr pointiert geht er auf seine Abteilung ein, streift aber auch das Vereinsgeschehen sehr treffend.

2018

Ein Amateurverein lebt vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder. Sie werden oft übersehen, weil sie bescheiden agieren. Stellvertretend für diese „stillen Helfer“ möchte ich Jörg Krautheim erwähnen, besser bekannt als „Krauti“. Er spielte selbst im HSC Fußball und trainierte permanent eine Jugendmannschaft. Aber nicht die LeistungsRiege, sondern die 3. oder 4. Mannschaft, für die sich nur schwer ein Trainer finden ließ. Mit viel Geduld und dem Gefühl eines dreifachen Vaters kümmerte er sich um seine kleinen Kicker. Doch nicht nur das: bei der Organisation der Sommerfeste, als Sicherheits-Chef bei Liga-Spielen und vielen anderen Aufgaben ist Krauti zur Stelle, ohne Aufsehen. Ganz nebenbei ist er als selbstständiger Schneidermeister in der List seit Jahrzehnten in unserem Club-Journal mit einer Anzeige vertreten – Ehrensache! Wir sind in unserer Chronik nun im Jubiläumsjahr 2018 angelangt. Der Vorstand hatte beschlossen, keinen kostenträchtigen Festakt zu veranstalten. Er wollte das finanzielle Risiko einer großen Veranstaltung nicht eingehen und das Geld lieber in nachhaltige Projekte investieren. Eine offizielle Jubiläumsfeier fand im Rahmen eines am 22. September im Clubhaus veranstalteten Kommers statt.. Die einzelnen Sparten haben Jubiläums-Veranstaltungen gestaltet, und das Sommerfest am 4. August stand ebenfalls im Zeichen des 125. Geburtstags.